AMELIE RENNT mit Empfehlung von FBW und Jugend Filmjury im Kino/Weitere Starts: Die berührenden Dramen SCHLOSS AUS GLAS und LEANDERS LETZTE REISE sowie die kritische Dokumentation DAS SYSTEM MILCH

Wiesbaden (ots) – Die 13-jährige Amelie empfindet es als empörende Ungerechtigkeit, chronisch krank zu sein. Und diese Wut richtet Amelie, die an schwerem Asthma leidet, sowohl gegen die anderen Menschen wie auch sich selbst. So sind ihre Eltern hilflos, weil der sture Teenager sich nicht von ihnen helfen lassen will. Ein Aufenthalt in einer Bergklinik scheint der einzige Ausweg. Doch das ist erst der Anfang der Geschichte des berührenden und unterhaltsamen Jugendfilms AMELIE RENNT (Start: 21. September). In seinem Debütfilm erzählt Regisseur Tobias Wiemann, gemeinsam mit der Drehbuchautorin Natja Brunckhorst, seine Geschichte auf kluge Weise weitgehend aus der Perspektive des Mädchens. „Der Film ist bis in die Nebenrollen glänzend besetzt und Mia Kasalo gelingt es in der Titelrolle der Amelie, eine subtile Balance zwischen Aggressivität und Schwermut, Trotz und Verletzlichkeit, Todesverachtung und Lebenshunger zu halten. Ein im besten Sinne des Wortes unbequemer und dennoch unterhaltsamer Film.“ So die fünfköpfige Expertenrunde der FBW, die den Film mit dem höchsten Prädikat „besonders wertvoll“ auszeichnet. Auch die FBW-Jugend Filmjury empfiehlt den „Abenteuerfilm mit den großartigen Darstellern“ für „die ganze Familie und Kindern ab 12 Jahren“ und vergibt mit fünf Sternen ihre höchste Wertung.

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http://www.fbw-filmbewertung.com/film/amelie_rennt http://www.jugend-filmjury.com/film/amelie_rennt

Es ist eine eher ungewöhnliche Familie, in der Jeannette und ihre Geschwister aufwachsen. Die Mutter ist Künstlerin, der Vater Alkoholiker. Immer wieder bricht die Familie ihre Zelte ab und zieht quer durch Amerika. Vor allem Jeannette erträgt diese Lebensumstände immer schwerer. Als sie erwachsen ist, hat sie daher den Wunsch, ein völlig gegensätzliches Leben zu führen – doch ihre Familie lässt sie nicht los. Das berührende Drama SCHLOSS AUS GLAS (Start: 21. September) basiert auf der gleichnamigen autobiografischen Romanvorlage von Jeannette Walls. „Der Filmadaption von Destin Daniel Cretton gelingt es, den Geist des Buches zu bewahren“, so die FBW-Jury in ihrer Begründung zum Prädikat „besonders wertvoll“. Sie schreibt weiter: „Das Verhältnis von Vater und Tochter bildet den Kern der Geschichte und Cretton war so klug, die ambivalente Beziehung der beiden in den Mittelpunkt des Films zu stellen. Dabei gelingt es ihm, zugleich klar und komplex zu erzählen, und dabei den Vater und die Mutter nicht zu Rabeneltern, also Tätern zu machen. Sie haben eine große, anarchistische und dabei sehr amerikanische Vision vom freien Leben, zu der es nicht gehört, die eigenen Kinder verantwortungsvoll groß zu ziehen. Cretton gelingt es, diese Ambivalenz deutlich zu machen. Die drei Darstellerinnen von Jeannette Watts als Kind, Jugendliche und junge Frau können sich gegen das charismatische Spiel von Harrelson behaupten.“

Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/schloss_aus_glas

In seiner Dokumentation DAS SYSTEM MILCH (Start: 21. September) zeigt Andreas Pichler, wie komplex und global das Geschäft mit der Milch inzwischen geworden ist. Die FBW-Jury beeindruckt, „auf wie vielen Ebenen Pichler das System beschreibt und dabei auch kritisch hinterfragt. Er ist nach China und in den Senegal gefahren, um zu zeigen, welche Auswirkungen dort die europäische Milchproduktion hat. Dabei beschreibt er Absurditäten wie jene, dass deutsche Milchgenossenschaften in riesige Molkereien in China investieren und so dabei mithelfen, eine Konkurrenz für die deutschen Milchbauern zu schaffen, deren Interessen sie eigentlich vertreten müssten.“ Für die Jury ein „sorgfältiger“ und „ins Detail gehender“ Dokumentarfilm, dem sie das Prädikat „wertvoll“ verleiht.

Mehr dazu unter: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_system_milch

Mit 92 Jahren will Eduard Leander eine letzte Reise unternehmen. Seine Frau ist gerade verstorben – doch die Liebe seines Lebens ließ er als junger Wehrmachtsoffizier in der Ukraine zurück. Seine Enkelin Adele begleitet den starrköpfigen alten Mann, der sich auch von gutgemeinten Ratschlägen nicht von seinem Plan abhalten lässt. Und so beginnt eine Reise, die für Leander vielleicht die letzte ist. Aber auch die wichtigste. Die FBW-Jury, die das berührende Drama LEANDERS LETZTE REISE (Start: 21. September) mit dem höchsten Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet hat, schreibt in ihrer Begründung: „Ein gut recherchiertes Drehbuch verbindet diese historischen und aktuellen Bezüge sehr geschickt und gibt auch interessante Einblicke in familiäre Konflikte in der Ukraine – ein gespaltenes Land zwischen nationalen und russischen Interessen und Einflüssen. Ein sicher inszeniertes Werk.“

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In der kommenden Woche: Stephen Frears‘ neues Meisterwerk VICTORIA & ABDUL, Dieter Hallervorden im berührenden Jugendfilm ROCK MY HEART, der österreichische Debütfilm DIE BESTE ALLER WELTEN sowie Disneys CARS 3.

Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen unter www.fbw-filmbewertung.com. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Gutachtern aus einem Pool aus 85 Experten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres.

Die FBW-Jugend Filmjurys sind mit 10-14-jährigen Schülerinnen und Schülern besetzt. Sie sind an insgesamt acht Standorten in Deutschland etabliert und sichten vor Kinostart das Filmprogramm für 5-14-jährige.

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