Grünen-Politiker Fücks: „Petersburger Dialog ist kein wirklicher Dialog mehr“

Berlin (ots) – Wenige Tage vor der Wiederaufnahme der deutsch-russischen Gespräche im sogenannten Petersburger Dialog hat sich der Grünen-Politiker Ralf Fücks skeptisch geäußert.

Im rbb-Inforadio sagte Fücks am Samstag, der Petersburger Dialog bewege sich „inzwischen eher in einem Modus der Konfliktvermeidung“. Auf der russischen Seiten würden „vor allem Funktionäre und loyale Parteigänger des Kremls“ den Ton angeben: „Ich glaube, für die russische Seite ist das Wichtigste, dass es diesen Dialog überhaupt gibt, weil er den Anschein von Normalität in den deutsch-russischen Beziehungen erzeugt. Und auf der deutschen Seite ist es nicht so viel anders. Man hält die Kontakte aufrecht, bricht die Brücken nicht ab, aber ein wirklicher Dialog, eine offene Auseinandersetzung findet kaum statt.“

Scharfe Kritik übte Fücks, der selbst an den Gesprächen des Petersburger Dialogs teilnimmt, an Zensurbestrebungen der russischen Seite. Dieses Verhalten sei „ein absoluter Skandal“, sagte der Leiter des Zentrums Liberale Moderne: „Aus meiner Sicht und aus Sicht meiner politischen Freundinnen und Freunde im Petersburger Dialog geht das gar nicht. Wir erwarten da auch eine sehr klare Haltung des Vorstands auf deutscher Seite – Herrn Pofalla als Vorsitzender – wir können keine gemeinsame Zeitung mit der russischen Seite machen, wenn dann Artikel zensiert werden, die sich auch nur halbwegs kritisch mit der russischen Politik auseinandersetzen und die dann plötzlich in der russisch-sprachigen Ausgabe nicht mehr auftauchen.“

Der Petersburger Dialog wird am kommenden Donnerstag mit einem Treffen in Berlin fortgesetzt.

Pressekontakt:

Das Gespräch mit Ralf Fücks ist zu hören im rbb-Inforadio in der
Sendung „Zwölfzweizwanzig“ mit Sabina Matthay um 12.22 Uhr.

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Grünen-Politiker Fücks: „Petersburger Dialog ist kein wirklicher Dialog mehr“ gesellschaft kaufen kredit

Konferenz der Arab Academy in Marrakesch, Marokko, 16. – 19. November 2017Deutsche Akademie für Hörakustik ist Partner der 5. Arab Hearing Health Conference

Mainz, Marrakesch (ots) – Vom 16. bis 19. November 2017 findet die 5. Arab Hearing Health Conference der Advanced Arab Academy of Audiovestibulogy (AAAA) in Marokko, Marrakesch, statt. Hörakustiker und Audiologen aus dem gesamten Mittleren Osten treffen sich auf der Fachkonferenz zur Fort- und Weiterbildung. Dozenten der Akademie für Hörakustik (afh) in Lübeck nehmen ebenfalls am Kongress teil. Die afh ist Partner der AAAA. Sie steht für die deutsche duale Ausbildung der Hörakustiker, die internationales Vorbild ist.

Die AAAA vereint unter der Leitung des Audiologen Prof. Dr. Khalid Abd Al Hadi aus Katar die medizinischen und audiologischen Interessen von über 25 nordafrikanischen und arabischen Ländern im Bereich der Schwerhörigenrehabilitation.

Die Akademie für Hörakustik (afh) aus Lübeck ist seit 2013 Partner der AAAA. Ihr Ausbildungskonzept für die deutschlandweite duale Ausbildung in der Hörakustik und die praktische Umsetzung setzen Standards. Während ihrer Lehrzeit lernen alle Auszubildenden der Hörakustik in Deutschland Theorie und Praxis in ihrem Ausbildungsbetrieb und an der Schule in Lübeck. Die afh ist weltweit die größte Schule in diesem Bereich. 3.300 Schüler lernen dort aktuell im Rahmen ihrer Ausbildung zum Hörakustiker. Zudem bietet sie Fort- und Weiterbildung an – auch international.

Die seit 2013 bestehende Kooperation von der biha und der Arab Academy fokussiert sich – neben anderen Zielen – vor allem auf die ausbildungsrelevanten Aspekte. Unter anderem setzt sich die Initiative dafür ein, dass länderspezifische Abschlüsse wechselseitig anerkannt werden.

„Die Akademie für Hörakustik in Lübeck ist ein internationales Vorbild für die herausragende Aus- und Weiterbildung von Hörakustikern“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der biha. „Wir sind stolz auf die Kooperation mit der Arab Academy und freuen uns, unser Wissen weiterzutragen. Gerade in gefahrengeneigten Gewerken wie der Hörakustik ist es besonders wichtig, die sehr gute Ausbildung zu standardisieren – weltweit. Nur sie kann die bestmögliche Versorgung von hörgeminderten Erwachsenen und Kindern sichern.“

Prof. Dr. Khalid Abd Al Hadi von der AAAA erklärt: „Wir sind auch in diesem Jahr sehr gespannt auf den internationalen Wissensaustausch unter Experten. Uns ist es wichtig, das öffentliche Bewusstsein für gutes Hören zu stärken und gemeinsam das Wissen zu vergrößern. Die Hörakustiker aus Deutschland geben uns sehr gute Impulse.“

Weltweit leiden geschätzt 276 Millionen Menschen an einer Hörminderung. Die Ursachen sind vielfältig, vom Hörsturz über Verletzungen bis zur altersbedingten Schwerhörigkeit. Immer mehr jüngere Menschen lassen sich mit Hörsystemen versorgen. Wer nur wenig hören kann, fühlt sich oft von der Außenwelt abgeschnitten. Hörakustiker helfen mit individuellen, hochqualitativen Hörsystemen.

Hörakustiker versorgen deutschlandweit mehr als 3,5 Millionen Menschen mit modernen, voll digitalen Hörsystemen. Sie beraten umfassend, führen Hörtests durch und suchen gemeinsam mit den Hörgeschädigten das Hörsystem aus. Dieses passen sie ganz individuell an den Hörverlust und die persönlichen Bedürfnisse des Schwerhörigen an. Sie stellen Otoplastiken her und beraten präventiv zu Gehörschutz. Hörakustiker können bei Tinnitus und Hörsturz helfen. Sie begleiten CI-Patienten nach der Implantation und unterstützen sie beim Hörtraining. Die Weiterbildung zum Pädakustiker lässt sie bei Hörverlusten auch die Bedürfnisse der kleinsten Patienten in ihren ersten Lebensmonaten versorgen. Ausschließlich Hörakustiker dürfen in Deutschland eine vollständige Hörsystemversorgung vornehmen.

Mehr Informationen zur Konferenz: www.ahhconference2017.com

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Tendenz steigend. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit 6.200 Hörakustiker-Betrieben und ca. 14.500 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk ca. 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Pressekontakt:

Bundesinnung der Hörgeräteakustiker
Wallstraße 5, 55122 Mainz
Dr. Juliane Schwoch
schwoch@biha.de
06131 965 60-28
0162 / 4157458
www.biha.de

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Konferenz der Arab Academy in Marrakesch, Marokko, 16. – 19. November 2017
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Deutsche Industrie wächst auch bei Kohleausstieg

Berlin (ots) – Studie des BDI wertet die Energiewende für die Industrie als positiv – Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht Anzeichen für Trendwende – Auch die Sondierungsparteien sollten nun endlich die Klimaschutz-Scheuklappen abnehmen

Der Deutschen Umwelthilfe heute vorab zugespielte Ergebnisse der bisher unveröffentlichten Studie „Klimapfade für die deutsche Industrie“ zeigen positive Wirkungen von Klimaschutzmaßnahmen für die deutsche Industrie. Die Studie wurde vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegeben. Bei einer CO2-Reduktion um 80 Prozent bis 2050 gegenüber 1990, entsteht selbst im nationalen Alleingang ein leichter Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt, der zwischen +0,4 und +0,6 Prozent gegenüber einem weniger ambitionierten Referenzszenario liegt.

„Damit kommt der BDI durch eine von ihm selbst in Auftrag gegeben Studie der Realität ein Stückchen näher“, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Reduzierte fossile Energieerzeugung, erneuerbare Energien und Energieeffizienz wirken sich positiv auf die Wertschöpfung im Land aus. Dies sollten nun auch die industrienahen Sondierungsparteien FDP, CDU und CSU zur Kenntnis nehmen und den Klimaschutz nicht weiter torpedieren. Die deutsche Industrie kommt auch ohne Kohlekraftwerke gut zurecht.“

„Eine Reduktion der CO2-Emissionen ist ohne Abstriche bei der Versorgungssicherheit und ohne eine Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Deutschland möglich“, unterstreicht Peter Ahmels, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. „Je eher Klimaschutz eine Grundprämisse der deutschen Politik wird, desto besser kann sich die Industrie an den Transformationsprozess anpassen und von ihm profitieren. Auch soziale Anpassungsmaßnahmen können so rechtzeitig umgesetzt werden. Nicht zu reden von den neuen internationalen Geschäftsfeldern, die erschlossen werden können.“

Hintergrund:

Bereits 2009 wurde das jetzige Klimaziel von der damaligen schwarz-gelben Regierung nach den Meseberger Beschlüssen 2007 formuliert und von jeder folgenden Regierung erneut bestätigt. Es zeichnet sich jedoch ab, dass schon das nächste Ziel – 40 Prozent weniger Treibhausgas im Jahr 2020 gegenüber 1990 – nicht erreicht werden wird, es fehlen bis 2020 noch mehr als zehn Prozent. Die deutsche Politik scheut sich immer wieder, wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu implementieren und begründet dies routinemäßig mit einer Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Link:

Mehr Informationen zum Engagement der DUH gegen Kohlekraft: http://www.duh.de/projekte/kohle/

Pressekontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Dr. Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz
030 2400867-91, 0151 16225863, ahmels@duh.de

DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

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Deutsche Industrie wächst auch bei Kohleausstieg Mantelkauf